Baltic-Runde 2025
Relativ kurz entschlossen starten wir im Juli 2025 zu eine Rundfahrt mit unserem Schneckenhaus. Der Plan ist zunächst mit der RoRo-Fähre der TT-Line „Nils Dacke“ von Travemünde nach Klaipėda in Litauern zu schippern. Und dann den Kreis durch Litauen, Lettland, Estland, Finnland, Schweden und Dänemark nach Deutschland zu schließen. Wir hoffen auf schöne Städte, Natur pur, nette Menschen und eine zuverlässige Technik 😉
Tag 1, Di. – 8.7.2025 Start
Tagsüber haben wir unseren Wohnwagen beladen, Fahrräder aufgeschnallt, frisches Wasser getankt und den Bordakku aufgeladen. Abends geht es zum Verein, restliches Gedöns verladen und den Wohnwagen ankuppeln, um dann halb Zehn auf die Piste Richtung Travemünde zu fahren.
Hier soll um 2:25 unsere Fähre nach Klaipeda ablegen. Unterwegs gibt es leider noch eine Unterbrechung mit 30 Minuten Stillstand – ein Unfall – nichts geht mehr. Zum Glück haben wir genug Sicherheitspolster eingeplant, der Check-in soll um kurz nach Mitternacht losgehen.
Beim Skandinavien-Terminal angekommen wird es unübersichtlich. Die Zeit zwischen entdecken wo es lang geht und abbiegen beträgt ca. 3 Sekunden. Die LKW und Schlepper heizen kreuz und quer durch die Reihen. Wenn man nicht die richtige Lane findet, wird es sicher spannend, besonders mit Wohnwagen am Heck. Entgegen der Info, dass der Checkin im TT-Gebäude statt findet, ist dies am Automaten an der Zufahrt zu erledigen. Das erfahre ich aber erst, als ich nach 20 Leuten in der Schlange am Automaten stehe – hier nur Check-in für Brummifahrer. Also im Galopp zurück zum Auto und weiter geht es.

LKW um LKW verschwindet im Bauch der relativ kleinen “Nils Dacke” und wir warten …. Gespanne kommen als Letzte rein und wir als Allerletzte ;-( Um halb drei haben wir endlich das Bistro erreicht und gönnen uns noch einen Absacker. Preise sind moderat, 0,568 L Bier 5 Euro und ein 0,3 Wein 6 Euro. Die Kabine ist überraschender weise geräumig mit 2 Einzelkojen und 1,2 Meter Zwischengang. Tisch, Kühlschrank, TV und Schreibablage, alles vorhanden. Die Dusche mit Toilette ist geräumig und sauber und unser Fenster erlaubt den direkten Blick über den Bug nach vorne.
Tag 2, Mi. – 9.7.2025 Auf der Fähre
Nach einem tiefen, guten Schlaf in unserer Kabine werden wir um ca. 9 Uhr von einer Durchsage und warmen Sonnenstrahlen geweckt. “Wir legen in Kürze in Trelleborg an und dann schließt das Bordrestaurant für eine Stunde”. Also kurz in die Dusche und ab zum Frühstück. Kein 5-Sterne Buffet aber Brötchen, Auflage,Grünzeugs und Rührei sind O.K. für 7 Euro. Danach geht es aufs Oberdeck zum Chillen, mit Blick über den Hafen auf die Stadt Trelleborg. Wir holen noch etwas Schlaf nach und überlegen uns welchen Campingplatz wir als erstes von der Fähre aus ansteuern. Der Hafenaufenthalt zieht sich leider, um 13 Uhr liegen wir immer noch am Kai. Den nächste Stop in Kalshamn haben wir um 21 Uhr auch geschafft, nun sollte morgen um 11 Uhr das Ziel in Klaipeda erreicht sein. Eine Anfrage beim Campingplatz in der Nähe von Klaipeda ist auch auf dem Weg. Am Abend gab es das vorgebuchte „Baltic Menü“, von einer Bewertung sehe ich an dieser Stelle einmal ab, um nicht noch eine Klage der Rederei zu kassieren.
Tag 3, Do – 10.7.2025 Sodyba Osupis
Über Nacht hat der Wind zugenommen und wir werden in der Koje angenehm durchgeschaukelt. Beim Duschen ist schon etwas mehr Gleichgewicht gefordert aber alles noch im grünen Bereich. Nach dem Frühstück kommt die Durchsage, dass wir in einer Stunde in Klaipeda ankommen und so packen wir langsam unsere Siebensachen und begeben uns in die Katakomben.
Weil wir ja noch 2 Häfen mit Entladen und Laden angelaufen sind, hat der gemerkte Weg zu unserem Auto sich als nicht besonders hilfreich erwiesen. Das Queren der Fahrzeugreihen ist nur sehr begrenzt möglich und so schlängeln wir uns in mehreren Versuchen durch die LKW-Reihen – nix für Menschen mit Klaustrophobie. Bei unserem Gespann angekommen, sehen wir, dass wir „face to face“ zu einem Brummi stehen! D.h. einer von uns muss rückwärts von der Fähre. Das wollten wir eigentlich vermeiden, darum hatte ich eine Fähre mit Klappen vorne und hinten gebucht und nicht die DSDS von Kiel nach Kleipeda. Nach kurzer Zeit geht die Klappe hinter uns (wie befürchtet) auf, wir haben den Kürzeren gezogen 😉
Mit erhöhter Körperfeuchte geht es dann aber ganz geschmeidig rückwärts bis auf die Rampe und dort können wir drehen.
Wir sind in Litauen und fahren die kurze Strecke bis zu unserem ersten Campingplatz in Šventoji. Ein sehr gepflegter Platz mit top Ausstattung aber unverschämtem Preis von 60 €. Die Betreiberin zuckt die Achseln, das liegt an der Kurabgabe (2 € pro Person) 😉 Was soll’s, ist ja nur Papiergeld.
Nach dem Festmacherdrink, jetzt hat die Eiswürfelmaschine ihren 1. Auftritt, geht es den kurzen Weg von ca 300 Meter über Holzstege durch den Fichtenwald zum Ostseestrand. Der Wind pfeift mittlerweile heftig und man muss sich schon anstrengen voran zu kommen. Am Nachmittag noch eine kurze Tour zum Supermarkt, wir sind ja mit leerem Kühlschrank los, weil auf der Fähre alles abgeschaltet werden musste. Die Stimmung ist gut und wir freuen uns auf die kommende Zeit.
Tag 4, Fr. – 11.7.2025 Verbelnieki
Der Platz bei Sodyba Osupis war zwar schön, aber 60 Euro müssen wir auch nicht für eine weitere Nacht berappen. So haben wir uns einen schönen Platz in Lettland ausgesucht, nur 45 Kilometer entfernt an der Ostseeküste. Nach einer entspannten Fahrt über schnurgerade Asphaltstraßen durch die Fichtenwälder erreichen wir den Campingplatz kurz vor Liepaja. Ein weitläufiges Gelände, eine Mischung aus Park und Wald mit einigen urigen Ferienhütten und viel Platz zum Campen unter Fichten. Wir finden einen schönen Platz für unser Schneckenhaus.
Nach einem kurzen Powernapping geht es zum nahen Strand, wieder über einen Holzsteg durch den kleinen Wald. Kilometerlang dehnt sich der weisse Strand wir sind fast alleine. Eine tolle Schaukelbank bringt die Seele ins Schwingen. Ein tolles Plätzchen hier. Die Wassertemperatur reicht aber nur für’s Wadenbaden. Auf dem Gelände gibt es ein schönes Restaurant mit geschmackvoller Dekoration, vielen Blumen und Sitzplätzen im Freien sowie Spielplatzanlage von bestimmt 3000 qm. Heute bleibt die Küche kalt und wir lassen kochen.
Moderate Preise und schmackhaftes Essen, es gibt nix zu beanstanden. Da das Wochenende naht, kommen noch einige Camper, aber es herrscht eine entspannte Atmosphäre ohne Lärm und nervende Bässe. Für morgen ist ein Besuch in Liepaja geplant.
Tag 5, Sa. – 12.07.2025 Liapaja
Der Besuch in Liapaja war nicht wie erwartet, keine wirklich schöne Stadt. Die Bausubstanz ist teilweise sehr stark herunter gekommen. Bei der alten Bauweise, Grundgerüst aus Holz und dann mit Putz verkleidet ist an vielen Gebäuden der Putz großflächig abgeplatzt und und darunter verrottet das Holz. Die Dreifaltigkeitskathedrale von 1750 mit der grössten Orgel mit mechanischen Trakturen weltweit ist zwar beeindruckend aber auch mit Renovierungsstau. Bleibt noch der „Große Bernstein“, ein modernes Konzerthaus, komplett mit orange eingefärbten Scheiben verkleidet, passt auch irgendwie nicht zur Stadt.
Die kleine Kunstausstellung im unteren Bereich gehört auch eher zum Motto „Ist das Kunst oder kann das weg“.
Auf dem Rückweg zu unserem Campingplatz kaufen wir noch kurz ein, heute Abend ist Grillen angesagt. Der Platz ist mittlerweile ausschließlich mit Litauern gefüllt, meist junge Familien mit Kindern, die hier im Zelt das Wochenende am Strand verbringen. Kein Wunder, die Preise hier in Lettland sind gegenüber denen in Litauen sehr moderat. Nach unserem Grillabend geht es noch einmal zum Strand, den Sonnenuntergang „einsaugen“.
Tag 6, So. – 13.07.2025 Camping Labirinti
Die Nacht war für mich nicht so toll, trotz mehrfachem Mückenschutz hat es mich ziemlich erwischt. Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen und fahren ca. 200 Km Richtung Campingplatz südlich von Riga. Wir finden einen tollen Stellplatz mit nettem Eigentümer ca. 45 KM südlich von Riga. Dort geht es morgen zur Stadterkundung.
Tag 7, Mo. – 14.07.2025 Riga
Nur wenige Wolken und 24 Grad, es scheint ein perfekter Tag für eine Stadtbesichtigung von Riga zu werden. Nach 40 Minuten sind wir im Parkhaus neben der historischen Altstadt angekommen und starten mit einer Tour in einem kleinen offenen Minibus mit Audioguide. Die meisten kleinen Gassen haben noch eine historische Pflasterung und wir werden mangels Federung ordentlich durchgeschüttelt – nichts für Haftcreme-Nutzer.
Der Tracker läuft mit, so können wir anschließend per Pedes noch einige Sehenswürdigkeiten in Ruhe ansehen. Es sind gefühlt so viele Touristen in der Stadt wie Lettland Einwohner hat (1,8 Mio). Aber es gibt kein Gedränge und die Atmosphäre ist entspannt. Nach einer Pause in einem schönen Cafe geht es noch zu den für Bremer obligatorischen Sehenswürdigkeiten wie Stadtmusikanten und Roland – Riga ist Partnerstadt von Bremen. Irgendwann sind die Füße rund gelaufen und wir kehren zurück zum Auto – 14 Euro Parkgebühr – nicht gerade ein Schnäppchen, aber dafür im Zentrum. Auf dem Heimweg noch ein „einheimisches Mückenspray“ und eine Mückenlampe aus dem Gartencenter besorgt. Unser Akku-Mückengriller ist einfach zu schlapp. Zurück auf dem Campingplatz freuen wir uns auf einen Eiswürfeldrink und nehmen versuchsweise die Mückenlampe in Betrieb – nach 2 Minuten hat sich das Teil erledigt, deutsche Wertarbeit. Da die Viecher mich in diesem Jahr ordentliche quälen und es in Estland, Finnland und Schweden bestimmt nicht besser wird, düse ich noch einmal die 45 Km zum Gartencenter und besorge ein neues. Den Abend lassen wir beim gemütlichen Grillen ausklingen.
Tag 8, Di. – 15.07.2025 Entspannung
Wir bleiben noch einen Tag an diesem schönen Ort. Es gibt unheimlich viele Störche hier in Lettland. In der nähe ständig Geklapper und von Zeit zu Zeit geht es im Tiefflug über den Campingplatz. Nach entspanntem Frühstück werden einige Pflichtaufgaben wie Bart schneiden, Bude putzen etc. erledigt und dann ist Chillen angesagt. Tina sucht sich einen Schattenplatz, packt ihre Malutensilien aus und wartet auf den Musenkuss und ich schiebe einige Bits und Bytes hin und her.
Tag 9, Mi. – 16.07.2025 Schlammwiese
Es geht weiter Richtung Norden zum Camping Milleri. Kurz vor der Grenze zu Estland, direkt an der Ostsee. Der Campingplatz besteht überwiegend aus einem kleinen Hüttendorf, wie üblich hier im Baltikum, wird unter dem Begriff „Camping“ oft die Übernachtung in kleinen Hütten in der Natur verstanden. Der kleine Stellplatz für Camper ist am Ende des Platzes, kurz vor dem schmalen Wald an der Küste. Auch dort wieder kilometerlanger weißer Strand, soweit das Auge reicht. Dieses Mal aber verderben unzählige hungrige Mücken im Wald und Sandfliegen am Strand das Vergnügen. Gut dass ich auf der Fahrt hierher bei Decathlon noch eine Jacke mit Hoodie und ein Mückennetz für die Mütze erstanden habe. Es wurde ein vermummter Abend mit netten Gesprächen mit schweizer Nachbarn und einer deutschen Radreisenden.
Schon beim Befahren des Stellplatzes ließen die zugeschütteten Reifenfurchen nichts Gutes erahnen und nach einem heftigen Gewitter mit starken Schauern am Abend war der Platz wie Pudding. Am Morgen halfen wir mit Unterstützung einer polnischen Reisetruppe erst dem schweizer Wohnmobilisten und anschließend uns selbst aus dem „Schlamm-massel“
Tag 10, Do. – 17.07.2025 Kurz vor Tallinn
Nach der Befreiungsaktion aus dem lehmigen Boden geht es weitere 170 Km entspannt mit 90 Km/h durch Kiefern- und Birkenwäldern zu einem Stellplatz mit dem Namen „Caravanpark Saunapunkt“. Keine Ahnung was der Platz mit Sauna zu tun hat, hier gibt es offensichtlich im Gegensatz zu vielen anderen keine Sauna. Kein Problem für mich, ist mir eh zu warm. Alles Andere aber passt, ein schöner Platz unter schattigen Bäumen, saubere Sanitäranlagen und eine freundliche Rezeption. Die Bahnstation ist nur wenige Gehminuten entfernt und so werden wir morgen wohl die 20 Minuten mit dem Zug nach Tallinn fahren.
Tag 11, Fr. – 18.07.2025 Tallinn
Um 10:30 geht es zu Fuß, gute 10 Minuten, zur Bahnstation Padula, im Zug gibt es im „digitalen“ Estland tatsächlich noch einen Schaffner, der durch die Abteile geht – so müssen wir uns nicht mit der Bedienung des Automaten herumschlagen. In 20 Minuten sind wir am Sackbahnhof von Tallinn und steuern zunächst die Touristinfo beim Rathausplatz an. Leider nicht sehr ergiebig. Es gibt eine App, die man für 5 Euro erwerben kann und die soll einen dann mit Sprachausgabe durch die Stadt führen. Elende Fummelei auf dem Handy, Bezahlung per PyPal – dann geht es aber nicht weiter im Bestellprozess. 5 Euro futsch – außer Spesen nix gewesen. Also traben wir so los und orientieren uns per Karte und Google Maps. Es gibt eine große Altstadt mit vielen Historischen Plätzen, kleinen Geschäften und Kneipen. Kurz bevor wir mit runden Füßen bei einem Bier unsere Erkundung beenden wollen, kommt die Mail mit dem Downloadlink für die Stadtführung. Ich verzichte dankend und versuche via PayPal die 5 Euro zurück buchen zu lassen – mal sehen ob es funktioniert. Vor der Rückfahrt kaufen wir auf dem Markt am Bahnhof noch leckere Pfifferlinge, heute gibt es Gulasch!
Am Abend auf dem Platz sitzen wir noch bis kurz vor Mitternacht mit einem netten Paar aus Deutschland zusammen und schnacken uns fest.
Tag 12, Sa. – 19.07.2025 Waschtag
Heute ist gammeln angesagt, außer einer Ladung Wäsche stand heute mal nichts auf dem Programm. Tina fängt zum dritten Mal mit ihrem Strickpullover an, jetzt muss das aber klappen, sonst sind bald nur noch Fussel übrig. ;-).
Am Abend noch ein paar Besorgungen im nahen Einkaufcenter, unsere Grillkohle geht zur Neige und für oben drauf benötigen wir auch noch etwas Frisches. Außerdem noch einmal tanken, angeblich soll der Diesel in Finnland wesentlich teurer sein – was sich als Fehlinformation herausstellte. Für morgen habe ich die Fährfahrt von Tallinn nach Helsinki gebucht, teures Vergnügen in der Hauptsaison. 330 € für 2 Stunden schippern. Zunächst ein Schrecken, auf der Bestätigung nach der Zahlung fehlte die Angabe zum Wohnwagen. War dann aber in der Bestätigungsmail aufgeführt. Diese Webseiten Formulare mit dem Smartphone ausfüllen ist immer ein Abenteuer.
Tag 13, So. – 20.07.2025 Auf nach Finnland
Unsere Fähre soll um 13:30 ablegen und 60 Minuten vorher beginnt der Check-in. Also können wir ganz gemütlich frühstücken und unsere Sachen zusammen packen. Der Zielort im Hafen kam von der Tallink Rederei per Mail, das vereinfacht die Sache erheblich. Nach ca. 40 Minuten Fahrtzeit stehen wir bei bestem Wetter vor der Schranke zu den Gates und es ist alles sehr entspannt. Nicht so konfus wie in Travemünde. Um 13 Uhr rollen wir in den Bauch der riesigen Fähre und mit dem Lift geht es von Deck 3 hinauf aufs Deck 8. Wir sichern uns einen Platz mit Bistrotisch am Fenster und Tina holt derweil eine kleine Stärkung an der Bar. Es ist ein ungeheures Gewusel, die Fähre hat nicht nur 5 Autodecks sondern auch viele Passagiere die wohl mit anderen Verkehrsmitteln unterwegs sind. Eine Karawane mit Rollkoffern, Kinderwagen und Palettenbier auf Sackkarren strömen hin und her. Nachdem die Lage sich entspannt hat, machen wir eine Schiffsbegehung, Das Sonnendeck ist rappel voll, aus den Lautsprecherboxen dröhnt schrille Musik und es ist ziemlich windig. Danach noch einen Gang durch den Shopping-Bereich – ungl
aublich, auf geschätzten 1000 qm unzählige Geruchsverbesserer, Bodylotion und was Frau sonst noch magisch anzieht. Von dieser „Halle“ geht es noch ein Deck tiefer, hier das gleiche Ausmaß, nur mit Fusel, Süßigkeiten, Bier und Wein. Wir können an eine Flasche Salmiaklikör nich vorbei gehen.
Nach 2 Stunden und 80 Kilometern sitzen wir wieder in unserem Auto, verlassen die Fähre zu unserem ca. 15 Kilometer entfernten Campingplatz. Die hälfte davon quer durch Helsinki auf Kopfsteinpflaster mit tiefen Löchern. Die schlechtesten Straßen bisher auf unserer Tour.
Den Campingplatz hatte ich am Tag zuvor noch gebucht – es gab nur noch „narrow pitches“ – das können wir bestätigen. Die Parzellen sind wirklich schmal. Wie zu erwarten, bei Plätzen in der Nähe von Großstädten. Aber wir haben schon schlechtere Plätze erlebt.
Tag 14, Mo. – 21.07.2025 Helsinki
Wir starten um 10 Uhr zu unserem vorerst letzten Besuch einer Großstadt, Helsinki muss ja nun noch sein. Direkt vor dem Campingplatz fährt der Bus 99 zur Metro M1. Google schreibt zwar aktuell von Umleitung und Ausfall aber Versuch macht klug. Die Verbindung klappt super, die Frequenz von Bus und Bahn lässt einen alle 3 Minuten einsteigen. Alles gut erklärt und Zweisprachig. So sind wir Ruck-Zuck am Hauptbahnhof in Helsinki.
Um die Füße zu schonen, entscheiden wir uns für eine Schiffsrundfahrt durch den inneren Schärengarten, vorbei an den Sehenswürdigkeiten. Sogar mit Audio Erklärungen und kleinem Geschichtskurs in Deutsch. Nach 90 Minuten Fahrt bei schöner Briese, wandern wir noch etwas durch den Stadtkern und dem wohl klimatisierten Kaufhaus Stockmann, es sind mittlerweile 26°. Die Preise hier in der Stadt sind auch bewundernswert, für eine lauwarme Fischsuppe und ein Bier 23 Euro, vom Imbiss Tresen in der alten Markthalle. Eine Rentierwurst, etwas größer als ein Knicklich, sollte 19 Euro kosten.
Bei unserem Stadtbummel ist Tina noch in einem netten Laden hängen geblieben und hat jetzt zwei schöne Sommerkleider mehr. ;-). Der Rückweg zum Camp verlief genauso reibungslos mit Metro und Bus bis fast vor den Campingplatz. Jetzt erst mal den erlittenen Flüssigkeitsverlust ausgleichen. Die weitere Route unserer Reise wird heute Abend ausgewürfelt.
Tag 15, Di. – 22.07.2025 Ekenäs
Am Vorabend haben wir noch Kontakt mit unseren alten Freunden Lisa & Tim aus Finnland. Sie sind zur Zeit in ihrem Sommerhaus, nur gut 100 Km von uns entfernt – da müssen wir unbedingt vorbei fahren. Wir kennen die Beiden aus Ihrer Zeit in Bremen und Tim hat damals in der Eishockey-Mannschaft in Bremen neben vielen anderen, unsere und seine Kinder trainiert. Eine tolle Truppe, die Kontakte sind immer noch aktiv. Am Vormittag sind wir dort, in ihrem wunderschönen Sommerhaus, mitten im Wald. Ein herzliches Wiedersehen, obwohl wir uns fast 20 Jahre nicht persönlich getroffen haben, ist sofort eine vertraute Atmosphäre wieder erweckt. Wir machen über Mittag noch einen Ausflug zum alten Fischerort Ekenäs – ein geschichtsträchtiger Ort. Schöne alte Holzhäuser, ein Hafen und jede Menge „Sehleute“.
Und ein „Starlink-Postboote“ müht sich die Saumsteine zu bezwingen.
Am Nachmittag heizt Tim die Sauna an und anschließend geht es direkt am Strand in den See – ein toller Tag. Da zur Zeit auch die beiden tollen Kinder von Tim & Lisa – Namen kennt die Redaktion 😉 – selbst schon mit ihren Sprösslingen zu Besuch sind wird es ein tolles Erlebnis des Wiedersehens. Nach einem leckeren Abendessen und einem langen Abend, voll mit alten Geschichten, geht es für uns in unser Schneckenhaus das auf dem Parkplatz steht. Morgen früh gibt es noch ein gemeinsames Frühstück und dann fahren wir weiter Richtung Norden und Lisa & Tim haben eine Verabredung mit Freunden, standesgemäß mit dem Motorboot als Transportmittel. Unser Dank an euch ALLE für das schöne Treffen.
Tag 16, Mi. – 23.07.2025 Nordwärts
Um 9 Uhr Verlassen wir unsere Gastgeber und machen uns auf den Weg, ca 360 Km Richtung Vaasa. Es geht auf kurvenreichen Asphaltstraßen durch die Birken und Nadelwälder und dann wieder auf schnurgeraden Pisten durch Waldschneisen, die sich am Ende mit dem Horizont treffen. Einige Fernradler sind auch unterwegs, solche Straßen ohne Ende in Sicht, sind die Höchststrafe 😉
Die Außentemperaturen steigen auf 28 Grad und nur wenige Wolken am Himmel. Es ist eine entspannte Fahrt, kaum Verkehr und die wenigen Wohnwagenfahrer die sich begegnen, grüßen sich per Handzeichen. Um 14 Uhr erreichen wir den Campingplatz bei Kurikka – „Pitkämö Canyon Camping“.
Ein schöner überschaubarer Platz mit freier Platzwahl und schattigen Plätzen. Die Pizzeria ist 100 Schritte entfernt, die Gelegenheit werden wir heute Abend einmal wahrnehmen.
Tag 17,Do. – 24.07.2025 Kurikka
Heute ist mal wieder Putz- und Relaxtag. Wir fahren am Vormittag in den nahen Ort Kurikka um einige frische Vorräte zu besorgen. Auf dem Rückweg kommen wir an einem kleinen „IT-Museum“ vorbei. Hier können wir endlich einmal wieder die Rentnerkarte ausspielen, 3 € pro Kopf ist uns der Spaß wert. Ein riesiges Sammelsurium an Photo- und Filmgeräten, Radioempfängern, Mobiltelefonen und alten Computern. Das Kuriose, eigentlich könnten wir uns auch gleich daneben stellen. Zum Beispiel eine Speicherplatte, so groß wie ein Käsekuchen – mit 2,5 MB Speicher, war zu Beginn meiner Arbeit bei Airbus mein tägliches Arbeitsmittel. Oder ein Commodore PC, mein 2. Rechner, auf solch ein Hightech-Gerät habe ich damals lange gespart.
Auf dem alten Wasserkraftwerks-Gelände steht auch noch ein Gebäude mit einem ATLAS 4-Zylinder Dieselmotor mit 200 PS, der bei Wassermangel als Backup für die Stromversorgung diente. Auch die Steuerungstechnik und die Arbeitsplätze sehen so aus, als wenn die Angestellten nur mal kurz in der Mittagspause sind.
Wieder beim Camper angekommen fällt es schwer, sich bei 28 Grad und Sonnenschein zu motivieren, die geplanten Arbeiten zu erledigen 😉 Heute Abend wollen wir noch einmal grillen, bevor es dann morgen zu unserem wohl letzten Campingplatz in Finnland, oberhalb von Oulu geht.
Tag 18, Fr.- 25.07.2025 Bottenwiek
Wir verlassen unseren schönen Stellplatz und machen uns weiter auf den Weg nach Norden. Heute sollen es 370 Kilometer werden. Es rollt angenehm ruhig auf den Asphaltstraßen dahin, die Außentemperatur liegt wieder bei 28 Grad. Ausgeguckt haben wir einen Campingplatz in der Nähe von Oulu – „SF-C Rantasarka“. Die Bilder sahen im Internet ganz gut aus und auch die Bewertungen passten. Die Realität war etwas ernüchternd, mehr so der Charme eines WoMo-Stellplatzes, kein Baum kein Strauch. Immerhin eine Rasenfläche auf der wir stehen und die Stellplatzgröße ist auch O.K. Ausserdem ein schöner Strand, direkt an der Ostsee.
Das Wasser der Ostsee hier am oberen Zipfel des Bottnischen Meerbusens, der Bottenwiek, ist leicht moorig. Vielleicht liegt es auch daran, dass es quasi Süßwasser ist. Für die Schifffahrt hat er eine geringere Bedeutung, mehrere Monate im Jahr ist es zugefroren.
Morgen wollen wir uns Oulu, die zukünftige Kulturhauptstadt Europas des Jahrs 2026 ansehen. Mittlerweile wird es auch in der Nacht nicht mehr wirklich dunkel.

Tag 19, Sa.- 26.07.2025 Oulu
Heute geht es zur Stadtbesichtigung nach Oulu, die fünftgrößte Stadt in Finnland und die nördlichste Großstadt von Europa, ca 100 Kilometer südlich des Polarkreises. Wir finden einen Parkplatz in der Nähe des Zentrums und dank unserer automatischen Parkscheibe, die noch auf deutscher Zeit läuft, bleiben uns 3 Stunden für die Erkundung 😉
Wir starten mit der alten Markthalle, schlendern durch die City bis zum Dom von Oulu. Wie üblich hier im Norden, eher schlicht ausgestattet und alles in hellen Farbtönen gehalten. Eine Kerze wird entzündet für den Onkel von Tina, der heute im Friedwald seine letzte Ruhestätte findet.
Durch die Stadt zieht sich eine Menschenmenge wie eine Ameisenstraße. Super gestylte Mädel mit kurzen Röcken und, wer hat, mit hohen Lederstiefeln. Das wir heute Abend sicher lecker müffeln bei 26 Grad 😉 Es geht per Pedes oder mit dem Miet-Roller Richtung Festivalgelände bei der alten Burg von Oulu. Auf dem Gelände ist eine riesige Bühne aufgebaut.
Wir begeben uns Richtung Auto, denn wir wollen uns noch das in der Nähe gelegene Museumsdorf „Turkansaari“ ansehen. Es liegt auf einer Insel, mit Zugang über den Fluß „Oulu“. Vom Parkplatz aus nur wenige Schritte und man wird um gut 100 Jahre zurück versetzt. Es behandelt das karge Leben, Wohnen und Arbeiten von Waldarbeitern und Flößern vor 1900. Ein weitläufiges Gelände im Wald mit diversen alten Hütten, aus der näheren Umgebung hierher versetzt. Erst als die Mücken uns zu attackieren beginnen, treten wir den Rückzug an. Wir haben unser Mücken-Tarnspray nicht dabei. Hier klärt sich auch die Tatsache, dass dieser Teil der Ostsee relativ braunes Wasser hat. Die Flüsse hier oben laufen durch mooriges Gebiet und tragen die dunkelbraune Fracht in den Österbotten.
Tag 20, So.-27.7.2025 – Schweden
Wir müssen noch etwas warten bis der Wäschetrockner unsere Wäsche freigibt und dann verlassen wir kurz vor 10 Uhr den Campingplatz. Die Sonne brutzelt schon wieder und wir sind froh, in unserer Klimabox zu sitzen. Es geht auf der A8 zur finnisch/schwedischen Grenze bei Haparanda. Kurz danach erreichen wir den nördlichsten Punkt unserer Reise bei Töre. Hier sind es noch ca 70 Kilometer bis zum Polarkreis. Ohnehin ist dies der längste Tag für uns, die Uhr wird wieder eine Stunde zurück gedreht 😉 Relativ unspektakulär ist die Fahrt mit ca. 80 Km/h durch die Wälder. Die Straße wechselt ca. alle 2 Kilometer von ein- auf zweispurig, damit die Schnelleren überholen können. Der Verkehr ist überschaubar, manchmal ist von Horizont zu Horizont kein Auto in Sicht. Bei der Abfahrt von der E4 zum Campingplatz nach ca. 260 Kilometern versagt Google das erste Mal, die Straße in die wir abbiegen sollen ist mit einem Tor versperrt. Mit HI (human intelligence) gelingt es dann aber doch und wir finden den Weg in den Schärengarten bei Piteå. Ein wunderschöner großer Platz auf den flachen Schären, mit dreiseitiger Wassersicht. Die Temperaturen hier sind um 5 Grad geringer als auf der Ostseite des Bottens, es weht ein leicht böiger Wind von See über den Platz. Mal sehen, ob es heute Abend zum Grillen etwas abflaut.
Tag 21, Mo.-28.7.2025 – Borgaruddens Camping

Wir genießen den Tag auf diesem schön gelegenen Platz am Wasser. Bis auf ein kurzes Grummeln und ein paar Tropfen am frühen Nachmittag, scheint die Sonne bei angenehmen 24 Grad. Vormittags habe ich mit Eimer und Lappen den Staub der letzten 2000 Kilometer vom Wohnwagen abgewaschen. Die „Goldaugenbremsen“ (hat Tina heraus gefunden) sind erfreut über Futter, dass mit anderen Dingen abgelenkt ist. Aber das lettische Abwehrspray scheint auch den schwedischen Bremsen den Appetit zu verderben. Um etwas länger hier in Schweden zu bleiben, entscheiden wir uns nicht den kompletten Weg nach Hause über Land zu fahren. Wir buchen eine Fährfahrt von Göteborg nach Kiel. Am 12. August soll es um ca. 18 Uhr an Bord gehen.
Doch zunächst führt die weitere Fahrt morgen etwas weiter landeinwärts, ins „Västerbotten Län“, wir müssen ja noch einen Elch vor die Linse bekommen.
Tag 22, Di.-29.7.2025 – Lappland
Heute geht es quer durchs Land in Richtung Westen, mitten hinein in die Wildnis von Lappland zum „Trollforsen Camping“. Bei der ersten Pause bemerke ich eine weiße Flüssigkeit im Wohnwagen, sieht aus wie Milch. Nach dem Ausräumen der Backskiste finde ich den Übeltäter, die Flasche vom „Repair Kit“ für die Reifen hat einen Riss – so eine Sauerei. Zum Glück haben wir noch warmes Wasser im Boiler und das Zeug lässt sich mit einer Spülimischung aufwischen. Derweil wird Tina bei einem Pausensnack, in der einen Hand eine Fleischpraline in der anderen den Senf, von zahlreichen Bremsen als wehrloses Opfer identifiziert und sie gehen zum Angriff über. Endergebnis: die Frikadelle liegt im Graben und Tina hat zwei Einstichlöcher mehr.
Es geht weiter durch die Wälder. In langen Kurven über Hügel und durch Täler, an tiefgrünen Seen und Sümpfen vorbei. Die wenigen Fahrzeuge die uns begegnen sind vollgepackte Holzlaster.
Dann endlich die ersehnte Begegnung, zwar kein Elch aber immerhin ein weißes Rentier trabt uns auf der Straße entgegen. Sie sind sehr selten und gelten hier angeblich als Glücksbringer. Auf der weiteren Fahrt bekommen wir noch mehrere Tiere zu Gesicht. Zum Glück sind sie etwas behäbig und stürmen nicht, wie unsere Rehe, plötzlich aus dem Wald vors Auto.
Einige sind dabei mit einem Halsband markiert, sie gehören offensichtlich Züchtern. Keine Ahnung wie diese die weit verstreuten Tiere wieder einfangen. Um 14 Uhr haben wir unser Ziel an einem schönen See auf einer Landzunge erreicht. Unterwegs kamen schon vereinzelte Tropfen von oben, jetzt kurz nach dem Aufbau fängt es richtig an zu regnen. Zeit für ein Powernapping 😉
Tag 23, Mi.-30.7.2025 Regen
Im Regen sind alle Seen grau – deshalb verlassen wir diesen eigentlich sehr schönen Ort mit sehr netten deutschsprachigen Platzbetreibern, weil wir hier in der Wildnis nicht wirklich etwas unternehmen können bei dem feuchten Wetter. Nach dem Frühstück geht es zurück auf die E45, die Hauptverkehrsader in Schweden. Mit 1690 Kilometern ist sie die längste Straße Schwedens und eine der längsten Nationalstraßen Europas. Unterwegs kommen uns einige Camper entgegen, vielleicht wollen sie hoch zum Nordkap, dem kleinen „Kap Horn“ der Wohnmobilisten. Es geht ohne Unterbrechung durch die dichten Wälder und es kommt ein Gefühl von Einsamkeit in einem auf.
Am frühen Nachmittag sind wir in der Nähe von Vilhelmina und stehen direkt am Volgsjön auf einem Uferplatz bei Kolgårdens Camping. Der Platzwart verspricht Sonnenschein am Nachmittag und er sollte Recht behalten. Zum Abend endet ein Stadtbummel in Vilhelmina dann beim Italiener.
Tag 24, Do.-31.7.2025 Wasserfall
Zeitig verlassen wir den Platz nach dem Frühstück mit Brötchen von einem „Deutschen Bäcker“, der morgens zum Platz kommt. War wohl schon lange nicht mehr in der Heimat – die Brötchen sind aus Beton. Der Campingplatz war sehr schön, super Sanitäranlagen mit Einzelbad, Regendusche etc. und das Ganze direkt mit Platz am See. Etwas voll aber so ist das an der Hauptreiseroute, der E45.
Für uns geht es heute ca 290 Kilometer Richtung Süd-West zu einem Camp am Wasserfall namens „Ristafallet“.
Heute sind uns wieder keine Elche begegnet, dafür mehrere schwedische Caravan- und WoMo-Fahrer. Heimreise ? Urlaubsstart ? – konnten wir nicht herausfinden. In unserer Richtung war nicht einer vor oder hinter uns. Um 14 Uhr erreichen wir den Platz nach einer ausgiebigen Berg- und Talfahrt.
Der Platz liegt in Hanglage, etwas Schlagseite hat unser Schneckenhaus direkt an der Uferkannte, eines unserer Unterlegbretter für die Reifen ist irgendwann zurück geblieben. Dafür ist meine Keycard fürs Auto wieder aufgetaucht, welche ich angeblich in Estland verloren hatte – in Tinas Jacke! Anfänglich kurzer Nieselregen zum Ende der Fahrt verflüchtigt sich und so können wir bei Sonnenschein noch einen schönen Grillabend verbringen. Wir kommen gerade vom Abwaschen zurück, da zieht ein Gewitter mit Regen durch – aber jetzt stört uns das nicht mehr.
Tag 25, Fr.-01.8.2025 Östersund
Die geplante Wanderung fällt aus, die Wege sind aufgrund der Feuchtigkeit ziemlich glitschig und die letzte Erfahrung mit „glitschig und Tinas Knöchel“ sind noch in schlechter Erinnerung.
Stattdessen geht es mit dem PKW nach Östersund. Eine Stadt mit knapp 50000 Einwohnern am Ostufer des riesigen Storsjön gelegen. Wir laufen durch die quirligen Hauptstraßen und besuchen einen großen Markt an der Wasserseite der Stadt. Auf dem Marktplatz Stortorget wird schon eine Bühne aufgebaut, am Wochenende findet dort ein Konzert statt.
Anschließend geht es noch auf die vorgelagerte Insel Frösön, hier wurde die ursprüngliche Stadt gegründet und später umgelagert. Frösön ist ein riesiges Gebiet mit Kulturstätten, Sommerhäusern und jeder Menge Natur. Wir legen an einer alten Kirche mit imposantem Glockenturm aus geteertem Holz noch einen Stopp ein, bevor es wieder zu unserem Wasserfall geht.
Tag 26, Sa.-02.8.2025 Norwegen
Wir haben gestern beschlossen, noch einen Abstecher nach Norwegen zu machen. Die schönen Erinnerung an unsere Reise 2008 sind noch in unseren Köpfen und wir sind nur ca. 160 Kilometer von Tromsø entfernt. Kurz vor der Grenze ändert sich die Landschaft, aus den langgestreckten schwedischen Straßen werden kurvenreiche Pisten mit knackigen Anstiegen und Schneisen, die in die Felsen gesprengt wurden. Statt der Kiefern teilen sich hier Tannen den Platz mit Birken und nach wenigen Kilometern auf norwegischen Straßen kommt der 1. Tunnel, 4 Kilometer lang. Norwegen hat ca. 1100 Tunnel mit zusammen ca. 800 Kilometern. Das verrückteste Projekt, welches in der Planung ist, wird ein Tunnel durch die Stad-Halbinsel für Fracht- und Kreuzfahrtschiffe um die gefährliche Passage um die Insel herum zu vermeiden. Tromsø lassen wir allerdings rechts liegen, die Stadt hatten wir damals mit einer tollen Fremdenführerin ausgiebig erkundet. Auf der E6 geht es noch ca. eine Stunde bei wolkenverhangenem Himmel weiter zum Halland Camping. Hatte auf den Fotos im Internet irgendwie besser ausgesehen, der Platz liegt ziemlich dicht an der Hauptstraße. Das Servicegebäude ist jedoch in Ordnung und durch die freie Platzwahl suchen wir uns einen nicht so exponierten Platz, direkt am kleinen Fluß. Zum Glück jedoch wesentlich leiser als auf dem letzten Platz am Wasserfall ;-). Jetzt müssen wir erstmal planen, wie es weiter geht. Eigentlich sollte es morgen an einen Fjord gehen. Aber für die nächsten 3 Tage sind Dauerregen mit Regenmengen bis 60 l/qm angesagt – nicht gerade das, was der Camper liebt.
Tag 27, So.-03.8.2025 Grauer Himmel
Der Halland Campingplatz war sehr schön, gute Sanitäranlagen und wer gerne Ziegen streichelt, auch die gibt es hier. Zwar liegt der Platz etwas dicht an der E6 aber am Abend ist kaum noch Verkehr. Wir fahren weiter Richtung Süd-West aber nicht ganz bis nach Skjolden an den Lustrafjorden, dort soll das blau Regenband direkt drüber hinweg ziehen. Es geht durch wunderschöne Täler mit sprudelnden Gebirgsbächen, dann wieder hinauf auf 1200 Meter – unser Zugpferd muss ordentlich arbeiten.
An Tankstellen und auf Supermarkt Parkplätzen stehen Unmengen von Ladesäulen. Hier und auf den Straßen merkt man, dass Norwegen das Land mit den meisten Neuzulassungen von E-Autos ist. Der „Vollkswagen“ der Norweger ist scheinbar der Tesla-Modell 3. Kein Wunder, hier kostet die Kwh 13 Cent.
Der heutige Campingplatz „Holungsøy Camp“ liegt am Fluss Otta in der Nähe von Sjårdalen. Das Wasser in einer große Ausbuchtung dreht sich, vom Fluss angetrieben, ständig im Kreis. Ein tolles Panorama mit den Bergen im Hintergrund und wir stehen direkt am smaragdgrünen Wasser. Die Farbe der Wolken wechselt zwar ständig zwischen hell- und dunkelgrau aber bisher war noch kein Regen dabei. Die Temperatur ist jedoch ziemlich in den Keller gerutscht, mehr als 19 Grad gesteht man uns heute nicht zu.
Am Nachmittag kurven wir ohne Wohnwagen im Schlepp noch einmal in Serpentienen durch den Wald zu einem imposanten Wasserfall. Ca. 400 Meter vom Parkplatz geht es über Stock und Stein durch den Märchenwald. Dort stürzt sich beim Stuttgongfossen das Wasser des Sjoa in die Tiefe.
Tag 28, Mo.-04.8.2025 Skogcamping
Es geht weiter Richtung Schweden. Nach der üblichen Ent- und Versorgungsroutine geht es zurück auf die norwegische E6. Wir konnten noch alles im Trockenen verstauen aber kurz nach der Abfahrt ziehen bedrohlich grau Wolken auf und es fängt leicht an zu nieseln. Ist jetzt kein wirkliches Ärgernis, wir sitzen ja im Trockenen. In kurzen Abständen lockert es wieder auf und lässt die Landschaft in sattem Grün erstrahlen. Wir ziehen entlang an Fluss- und Seeufern, jeden Augenblick neue schöne Bilder vor Augen. Es wird nicht langweilig. Bei einer Pause auf einem Rastplatz mit Supermarkt, wieder das gewohnte Bild, unzählige Ladesäulen. Wir erledigen ein paar Einkäufe während es draußen schüttet, als wir fertig sind scheint wieder die Sonne – perfekt.
Dank „Google Lens“ wird der Urlaub fast noch zu einer Studienreise. Beim nächsten Halt fällt der Blick auf ein hohes Holzbauwerk. Das Mjøstårnet in Brumunddal, es wurde 2019 fertig gestellt und war damals das höchste Holzhaus der Welt. Ist schon toll, Foto aufnehmen und die Infos sind auf dem Smartphone. Bezahlt für diesen Luxus wird mit unseren Daten 😉
Am frühen Nachmittag erreichen wir unseren letzten norwegischen Campingplatz in Elverum. Nette Eigentümer, ein junges deutsches Ehepaar, das sich hier vor wenigen Jahren ihren Traum erfüllt hat. Fernab vom Trubel kann man hier Ruhe finden. Das Servicegebäude mit allen Annehmlichkeiten ist ein waschechtes Blockhaus, nicht nur von außen, sondern auch von innen echte Holzfäller-Romantik.
Tag 29, Di.-05.8.2025 Zurück in Schweden

Das Tiefdruckgebiet Finja ist in Norwegen angekommen und bringt Regen und Starkwind mit sinkenden Temperaturen auch zu uns. Zwischen den Schauern packen wir ein und fahren weiter nach Süden, Richtung Vänern See. Unterwegs werden wir durch starke Schauerböen ordentlich geduscht und durchgeschüttelt. Nach ca. 100 Kilometern passieren wir die Grenze nach Schweden, hauptsächlich am Straßenbelag zu erkennen, aus Grau wird Braun. Dieses ist mittlerweile unsere 7 Grenzüberquerung, alles ohne Grenzkontrollen und Grenzstationen.
Wir haben uns einen Platz unterhalb von Munkvors ausgeguckt, direkt am Fluss Klarälven, der längste Fluss Schwedens. Hier gibt es neben anderen Outdoor-Aktivitäten auch eine Biebersafari. Es steht aber noch nicht fest, ob sie aufgrund des Wetters auch statt finden kann. Da es bisher auf der ganzen Reise nicht zu einer einzigen Elchsichtung gekommen war, haben wir uns jetzt im Supermarkt auf diese Weise ein „Stück Elch“ besorgt 😉
Am Abend füllt Tina noch zweimal Waschmaschine und Trockner, leider sind diese erst ab 20 Uhr frei – wird ein langer Abend. Ansonsten ist Storängens Camping ein schöner großer Platz ohne Gedränge und mit einem kleinen Restaurant. Aber wie gewohnt in Schweden, finden bei Restaurants Preis und Qualität nicht so recht zueinander.
Tag 30, Mi.-06.8.2025 Karlstad
Heute geht es ohne Anhängsel die Umgebung erkunden, wir lassen den Wohnwagen auf dem Platz und gönnen dem Zugfahrzeug mal etwas Auslauf. Ganz in der Nähe gibt es ein ehemaliges Wasserkraftwerk – „Gamla Kraftstation“, das mittlerweile als Kulturzentrum dient. Ein wunderschöner Ort, in der sich eine tolle Kunstausstellung befindet. Die alten Generatoren stehen noch in der Halle und ein tolles Cafe, mit zahlreichen Plätzen inmitten der Ausstellung und den alten Generatoren, lädt zum Verweilen ein. Der Regen hat sich auch verzogen und die Sonne gewinnt langsam die Oberhand. Nach dem Besuch geht es noch in das nicht weit entfernte Karlstad am nördlichen Ende des Vänern, zu einem Stadtbummel. Eine schöne Innenstadt aber ohne nennenswerte historische Gebäude. Beim Versuch den Weg zum Hafen zu finden, verlieren wir uns in zahlreichen Baustellen des neuen Stadtteils Bryggudden. Es erinnert eher an die Überseestadt in Bremen.
Die Biber-Safari fällt leider heute wegen des Hochwassers noch aus, aber wir werden heute Abend in der Dämmerung auf dem Landweg dort hingehen. Vielleicht gibt es ja noch etwas zu sehen.
Tag 31, Do.-07.8.2025 Munkfors
Wir bleiben noch einen Tag auf unserem Campingplatz, wirklich sehr schön hier. Man hätte auch eine Golfanlage aus dem Gelände machen können 😉
Am Nachmittag geht es noch kurz mit dem Auto die 15 Kilometer nach Munkfors, wir müssen noch etwas unsere Beine bewegen damit heute Abend die Bratkartoffeln schmecken. Komoot bietet einen Rundwanderweg von knapp 6 Kilometern an. Zunächst geht es an den Wasserfall beim ehemaligen Kraftwerk am Klarälven. Danach folgen wird dem schönen Weg und kommen an einer alten Stahlkocherei vorbei „Munkfors Bruk“ aus dem Jahr 1877. Die Anlage, die 1941 geschlossen wurde, ist heute ein uriges Museum. Die Halle wirkt wie ein „Lost Place“, es ist niemand vor Ort und wir erkunden die alten Öfen und Werkzeuge zum Stahlgießen. Der Boden ist uneben und teilweise mit alten Stahlplatten ausgelegt, nichts für deutsche Sicherheitsbedenkenträger.
Tag 32, Fr.-08.8.2025 Askevik
Obwohl es auf dem „Storängens Camping“ sehr schön war, es muss ja irgendwie weitergehen. Wir entscheiden uns für einen Platz auf der Ostseite des Vänern, Schwedens größtem See. In der Vermutung, dass es dort auf den Plätzen etwas voller wird, buchen wir das erste Mal in diesem Urlaub im Voraus.
Kurz nach der Abfahrt hält Google wieder eine Überraschung für uns bereit, „In 100 Metern links abbiegen“. Es geht auf einen Forstweg mit Schotterbelag – 15 Kilometer bergauf-bergab durch den Wald. Zum Eingewöhnen sprintet ein Reh aus dem Wald über die Piste. Da wir aber nur 30 km/h fahren können, geht alles gut. Bei den Anstiegen meldet sich ab und an das ESP, die Reifen rutschen durch. In der Hoffnung, dass es nicht steiler wird, geht es weiter Richtung befestigte Straße.
Um kurz nach Mittag erreichen wir unseren Platz „Askevik Camping“ und bekommen einen schönen großen Platz, entfernt von der Straße und mit der Rückseite nach Luv. Es bläst immer noch ein starker Wind und die Temperaturen schaffen es nicht über die 20-Grad-Marke.
Tag 33, Sa.-09.8.2025 Mariestad / Sjötorp / Gulspäng
Wir haben hier in Askevik drei Übernachtungen gebucht und wollen einige Ausflüge in die nähere Umgebung unternehmen. Zunächst geht es am Samstag nach Mariestad. Der Name verspricht mehr als er hält, sehenswert ist hauptsächlich die Domkirche und einige Wohnviertel mit alten Holzhäusern. Ansonsten keine besonders schöne Stadt. Die Parkplatzsuche nervt! Man wird genötigt eine App zu installieren, sich zu registrieren und dann erst kann man 2 Stunden kostenlos parken.
Auf dem Rückweg zum Campingplatz geht es noch in Sjötorp vorbei. Hier endet bzw. beginnt der Göta-Kanal im Vänernsee. Eine schöne Atmosphäre liegt über der weitläufigen Anlage, mit den Schleusen und der Hafenanlage für die durchziehenden Sportboote. Bei Sonnenschein gönnen wir uns nach dem Rundgang noch eine Waffel mit Eis, Blaubeeren und diversen Kalorien ;-).
Am nächsten Tag hat der Wind ordentlich zugelegt und wir rollen vorsichtshalber unsere Markise ein, bevor wir aufbrechen zu einer Wanderung in Gullspång, ca 15 Kilometer nordwärts von uns. Hier gibt es ein schönes Naturschutzgebiet „Naturreservat Gullspångsälven“. Mittendrin ein kleiner verschlafener Hafen mit vielen Sitzgelegenheiten. Wir haben die Natur für uns alleine, keine Menschenseele in der Nähe.
Tag 35, Mo.-11.8.2025 Göteborg
Unsere letzte Station in Schweden wird auf dem Campingplatz Lisebergsbyn sein. Vorsichtshalber haben wir den Platz im Voraus gebucht. Von hier sind es nur wenige Kilometer ins Zentrum von Göteborg.
Auf der Fahrt schickt Google uns kurz nach der Abfahrt wieder auf staubiger Schotterpiste durch den Wald. Einen Teil der Piste haben wir wieder mitgenommen. Gut, dass wir vor 2 Tagen mit dem Auto in der Waschstraße waren 😉
Wir erreichen den Platz kurz nach Mittag, nach eher langweiligen 200 Kilometern. Der erste Platz unserer Reise wo ein Rezeption
ist mit blauem Sakko und Krawatte hinterm Tresen werkelt. Der Platz ist für die stadtnahe Lage in Ordnung, das hatten wir schon enger. Auch über die Sanitären Anlagen gibt es nichts zu meckern.
Da unsere Fähre am nächsten Tag erst um 18:45 Uhr ablegt und es nicht möglich ist, später als 11 Uhr den Platz zu verlassen, buchen wir vor Ort noch eine 2. Nacht für 40 Euro hinzu. Bevor wir aber mit dem Wohnwagen in Göteborg auf Parkplatzsuche gehen, wählen wir lieber diese Variante. Komfort kostet ! Morgen früh wollen wir entweder per Bahn oder Fahrrad die Innenstadt von Göteborg erkunden. Wir könnten natürlich auch heute Abend in das nahe Tivoli gehen. Aber damit verknüpft Tina keine guten Erinnerungen. Vor vielen Jahren ist sie dort eine „Rollenrutsche“ hinunter geschossen und seit dem meldet sich immer noch von Zeit zu Zeit das Steißbein.

Tag 36, Di.-12.8.2025 Göteborg Stadtbummel
Kurz vor Mittag fahren wir mit der Straßenbahn in die Innenstadt von Göteborg. Da ich keine App installiert hatte, versuche ich mein Glück am kleinen Automaten in der Bahn. Leider ist die Menüführung nur auf Schwedisch. Nach der meiner Meinung nach richtigen Auswahl halte ich mehrfach meine Kreditkarte vor die Kiste, ohne zu wissen, ob es geklappt hat. Im Nachhinein stelle ich fest, dass nichts abgebucht wurde, aber wir kommen auch als Schwarzfahrer an unser Ziel.
Wie aus früheren Besuchen in Erinnerung, hält sich die schwedische Gemütlichkeit in dieser Stadt in Grenzen. Zusätzlich reihen sich zurzeit Baustelle an Baustelle. Überall Gerüste, Container und Baulärm. Wir versuchen an der ehemaligen Fischhalle bei einer Pause etwas zu bestellen. Kein Service, QR-Code auf dem Tisch scannen und dann per Webinterface bestellen. Bedauerlicherweise funktioniert das nicht, man kann die Mengenangaben nicht korrigieren. Beim Bezahlvorgang per PayPal stehen dann irgendwann ein Toast und 8 Bier auf der Rechnung. SPIELABBRUCH! Wir verlassen dieses Restaurant, wo man offensichtlich auf die richtige Browserversion angewiesen ist. Bisher verstand ich unter Barrierefreiheit irgendwie was anderes. Wir drehen noch ein paar Runden, aber zwischen der ganzen Klotz-Architektur kommt kein Wohlgefühl auf. Es geht zurück als Schwarzfahrer und wir packen langsam unsere Siebensachen zusammen, um rechtzeitig an der Fähre zu sein. Der Check-in klappt ohne Zwischenfall und um 18:45 Uhr sitzen wir entspannt in der Bar und lassen ablegen. 😉
Tag 37, Mi.-13.8.2025 Seenacht
Am Vorabend haben wir noch ein wenig das Schiff erkundet, nicht so einfach, bei 11 Decks und endlosen Gängen sich zurechtzufinden. Außerdem muss man aufpassen, dass die Kreditkarte nicht überhitzt. Die Preise im Restaurant und an der Bar sind schon fürstlich – aber wir sind ja nicht zum Sparen hier 😉
Wir verbringen eine ruhige Überfahrt und Nacht in unseren Betten, leider auf dieser Reise ohne Fenster. Am Morgen geht es dann recht flott. Noch einen Kaffee, Auto in den Katakomben wiederfinden und dann verlassen wir die Fähre in Kiel, Richtung Eggstedt. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Tim. Kurz vor Eggstedt läuft auf dem Kilometerzähler die 5000 durch.
Tag 38, Do.-14.8.2025 Back Home
Wir haben am Vorabend noch einen gemütlich Grillabend auf Tims „Baustelle“ verbracht und sind dann am Morgen rechtzeitig aufgebrochen, um möglichst staufrei die letzten Kilometer dieser Reise durch Hamburg nach Bremen hinter uns zu bringen. Der Plan geht auf und wir kommen gegen Mittag wohlbehalten in Bremen nach 5300 Kilometern wieder an. Unser Duster hat uns und unser Schneckenhaus ohne Murren die lange Reise zuverlässig angetrieben. Mit 7 Litern Diesel auf 100 Km war er dabei nicht besonders durstig. Jetzt hat uns das „Busines as usual“ wieder und es beginnt mit Rasen mähen, Wildwuchs bekämpfen und Waschmaschine füttern. Die Temperaturen machen uns etwas zu schaffen, die letzten 10 Tage waren eher frisch und windig, jetzt sind wir bei über 30 Grad. Insgesamt war es eine tolle Reise, viele wunderschöne Eindrücke, hungrige Mücken, nette Menschen und pappige Brötchen 😉 — Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub —

